Buchtipp: Nomadenleben zwischen Deutschland und der Mongolei
„Komme ich nach Europa, überfliege ich jedesmal sieben Sonnenstunden. Sie sind die Schwelle, die ich überschreiten muss, wenn ich aus der Urgesellschaft, in der mein Volk immer noch lebt, herauskomme in den Auslauf des 20. Jahrhunderts“: Mit diesen Sätzen beginnt ein poetisches Zwiegespräch zwischen der deutschen Ethnologin Amelie Schenk und dem mongolischen Stammesführer Galsan Tschinang. Liebevoll, ruhig und in poetischen Bildern erzählen die Autoren vom Nomadenleben in der abgeschiedenen Republik Mongolei, von der unberührten Natur, dem harten Überlebenskampf, der Kultur der Tuwa und dem zwiespältigen Erleben Deutschlands. Tschinang hat übrigens Germanistik in Leipzig studiert und ist hierzulande öfters auf Lesereise. Wer das Buch „Im Land der zornigen Winde“ gelesen hat, möchte am liebsten sofort in die Hauptstadt nach Ulan Batoor fliegen und von dort aus das faszinierende Land erkunden. Das besprochene Taschenbuch ist im Unionsverlag als UT-Band 154 unter der ISBN 3-293-20154-7 erschienen. Es hat 240 Seiten und kostet 9,9o Euro.





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