Was tun, wenn eine Lampe mit Quecksilber zerbricht?

Offiziell gilt reines Quecksilber als hochgiftig. In Energiesparlampen steckt es als kleine, aber immer noch gefährliche Amalgam-Verbindung.
Vor kurzem schlug das Umweltbundesamt (UBA) Alarm bei Energiesparlampen: Bei einer Testreihe mit zerbrochenen Energiespar-Birnen verdampfte Quecksilber und belastete die Raumluft mit bis zu sieben Mikrogramm pro Kubikmeter, also dem 20-fachen des zulässigen Richtwertes! „Aus Vorsorgegründen sollten sich Kleinkinder bis zu drei Jahren und auch Schwangere von zerbrochenen Lampen fernhalten“, sagte UBA-Sprecher Stefan Haufe.
Seit September 2010 dürfen 75 Watt-Glühbirnen nicht mehr in der EU verkauft werden. Die erlaubten Energiesparlampen sind jedoch mit einem kleinen Quecksilber-Metall-Mix gefüllt. Das Amalgam steckt mit einem Anteil von etwa 1,5 mg fein verteilt in dem weißlichen Belag an der inneren Glaswand. Wenn nun ein Leuchtmittel hinfällt und zerbricht, rät das Institut für Chemie und Biochemie an der Freien Universität Berlin dazu: Nehmen Sie einfach eine Plastiktüte, geben dort alle Scherben hinein und knoten diese zusammen, damit keine Dämpfe nach außen dringen können. Vermeiden Sie den Hautkontakt und waschen ansonsten die Haut mit reichlich Wasser ab. Zudem sollten Sie den betroffenen Raum gut durchlüften und selber kurz an die frische Luft gehen.
Achtung: Das bedeutet auch, dass Sie alte Energiesparlampen nicht in den Hausmüll oder in die Wertstofftonne kippen dürfen, sondern vorsichtig aufbewahren und bei der nächsten Sondermüllsammlung abgeben müssen !




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